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Ein Aufruf zum Handeln für Politik und Landwirtschaft
Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) wurde 2020 von der damaligen Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel ins Leben gerufen, um Wege für eine nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige und gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft in Deutschland zu erarbeiten
Die Pflanzenzüchtung wurde in der ZKL von Beginn an von der BDP-Vorsitzenden Stephanie Franck vertreten.
ZKL-Bericht 2021: Grundlagen für eine nachhaltige Landwirtschaft
Im Jahr 2021 präsentierte die ZKL ihren Abschlussbericht unter dem Titel „Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Darin wurde eine klare Vision für ein nachhaltiges Agrar- und Ernährungssystem formuliert, das ökologische Verantwortung mit ökonomischer Tragfähigkeit verbindet. Zu den zentralen Empfehlungen zählten:
- Gesellschaftliche Anerkennung der Landwirte: Betonung der wichtigen Rolle der Landwirte und Forderung nach angemessener finanzieller Entlohnung für ihre gesellschaftlichen und ökologischen Leistungen.
- Förderung der Biodiversität und Klimaschutz: Integration von Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität und zur positiven Beeinflussung des Klimas durch landwirtschaftliche Praktiken.
- Stärkung regionaler Kreisläufe: Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe zur Erhöhung der Wertschöpfung vor Ort und Reduktion von Abhängigkeiten.
ZKL-Bericht 2024: Strategische Leitlinien in herausfordernden Zeiten
Angesichts neuer globaler Herausforderungen veröffentlichte die ZKL im November 2024 den Bericht „Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe in schwierigen Zeiten“. Aufbauend auf den Erkenntnissen von 2021 wurden darin zentrale Handlungsfelder identifiziert:
- Gemeinsame Agrarpolitik und Marktordnung: Anpassung der Agrarpolitik zur besseren Unterstützung nachhaltiger Praktiken.
- Resilienzsteigerung der Landwirtschaft durch Diversifizierung und Innovationsförderung.
- Bürokratieabbau: Reduktion administrativer Hürden, um Landwirten mehr Handlungsspielraum zu geben.
- Digitalisierung und Technik: Nutzung moderner Technologien zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung.
Ein besonderer Fokus lag auf der Förderung einer neuen „Kultur der Zusammenarbeit", insbesondere durch die verstärkte Einbindung junger Menschen aus Agrar- und Umweltorganisationen in politische Dialoge.
Die Empfehlungen der ZKL sind klare Impulse für eine nachhaltige und resiliente Landwirtschaft unter Berücksichtigung der globalen Herausforderungen. Mit konkreten Maßnahmen unter anderem in den Bereichen Pflanzenzüchtung, Tierhaltung, Biodiversität und Digitalisierung bietet die ZKL eine ganzheitliche Strategie, die ökologische, ökonomische und soziale Ziele gleichermaßen berücksichtigt. Entscheidend ist nach wie vor die konsequente und kohärente Umsetzung, um die Landwirtschaft zukunftsfähig und krisenfest zu gestalten.
Der BDP hat diese Gedanken in seinen Forderungskatalog für die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags aufgenommen. Die Kernforderung ist, das Innovationssystem Pflanze zeitnah weiterzuentwickeln.
Die zentrale Rolle der Pflanzenzüchtung
Beide Berichte betonen die essenzielle Bedeutung der Pflanzenzüchtung für die nachhaltige Transformation der Landwirtschaft. Besonders hervorgehoben werden
- Entwicklung klima- und standortangepasster Sorten, um Erträge zu stabilisieren und den Einsatz von Ressourcen zu minimieren.
- Erhaltung der genetischen Vielfalt, um widerstandsfähige Agrarsysteme zu schaffen.
- Bevorzugung des Sortenschutzes gegenüber dem Patentrecht, um Innovation und offenen Zugang zu Zuchtmaterial zu sichern.
- Einsatz moderner Technologien wie Data Science und künstlicher Intelligenz zur Optimierung der Zuchtprozesse.
- Förderung von Forschungskooperationen, um wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die Praxis zu übertragen.

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