WISSENSCHAFT & FORSCHUNG 


3. JKI-Fachgespräch zum Krankheitskomplex SBR/Stolbur


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Schädlinge warten nicht, bis wir soweit sind – interdisziplinärer Austausch zur Entwicklung wirksamer Strategien ist wichtiger denn je.

Beim diesjährigen Fachgespräch des Julius Kühn-Instituts (JKI) am 3. und 4. März standen die zunehmende Ausbreitung des Krankheitskomplexes SBR/Stolbur, der durch die Schilf-Glasflügelzikade als Vektor übertragen wird, sowie die damit verbundenen Schäden in der Landwirtschaft im Mittelpunkt.

Über 300 Teilnehmende – vor Ort und digital – machten deutlich, wie groß der Handlungsbedarf inzwischen ist. Vertreten waren Ministerien, Behörden, Pflanzenschutzdienste, Züchtungsunternehmen, Landwirtschaftskammern, Hochschulen, Industrie – und erstmals auch Betriebe aus Modellregionen. Für BDP und GFPi, dessen Mitgliedsunternehmen massiv von den Auswirkungen des Schädlings betroffen sind, ist dieser Austausch enorm wichtig. Denn klar ist: Einzelmaßnahmen greifen zu kurz. Nur ein kollektiver, interdisziplinärer Ansatz, der Grundlagenforschung, angewandte Forschung, Beratung und Praxis eng verzahnt, kann die Ausbreitung wirksam eindämmen und als Blaupause für zukünftige neue Schaderreger dienen. 

Besonders beeindruckend war die Breite der vorgestellten Forschungsansätze und erste Ergebnisse, die in Handlungsempfehlungen zusammengeführt werden müssen. Diese Zusammenarbeit zeigt: Fortschritt entsteht dort, wo Wissen geteilt und Akteure vernetzt werden. Die Einbeziehung von Vertreterinnen und Vertretern auch aus Österreich, Frankreich und den Niederlanden war wichtig, damit alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind und die Situation anhand gleicher Standards bewerten.


Das JKI hat mit dieser Austauschplattform erneut einen wichtigen Impuls gesetzt, um Bekämpfungsstrategien für Zuckerrüben, Kartoffeln und zunehmend auch Gemüsekulturen gemeinsam weiterzuentwickeln. Nur gemeinsam gelingt es, den Herausforderungen durch SBR, Stolbur und ihre Überträger nachhaltig zu begegnen und für die Zukunft zu lernen.

Zur JKI-Berichterstattung geht es HIER


Dr. Sarah Lange

Vicente Jaramillo

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