Das Innovationssystem Pflanze – Grundlage für zukunftsfähige Agrar- und Ernährungssysteme 

​Mit Blick auf die neue Legislaturperiode richtet der BDP den Fokus auf die Rahmenbedingungen, die in den kommenden Jahren darüber entscheiden, ob zukunftsgerichtete Entwicklungen rund um die Pflanze ihr Potenzial entfalten können. Ziel ist es, das Innovationssystem Pflanze stärker im politischen Diskurs zu verankern und konkrete Impulse für eine langfristig tragfähige Agrarpolitik zu setzen.

Die Anforderungen an die Agrar- und Ernährungssysteme steigen kontinuierlich. Der Klimawandel, begrenzte Ressourcen und geopolitische Unsicherheiten machen deutlich, dass eine strukturelle Weiterentwicklung unverzichtbar ist. Um Ernährungssicherheit langfristig zu gewährleisten und gleichzeitig Umweltziele zu erreichen, sind innovationsfreundliche politische Rahmenbedingungen unerlässlich.

Das Innovationssystem Pflanze verknüpft Forschung, Wissenschaft, Züchtung und landwirtschaftliche Anwendung zu einem strategischen Gesamtsystem. Es schafft die Grundlage für neue pflanzenbasierte Lösungen – von leistungsfähigen Sorten über präzisere Anbausysteme bis hin zu ressourceneffizienten Produktionsmethoden. Damit dieses System seine Wirkung entfalten kann, müssen Kapital, Wissen und Technologie gezielt zusammengeführt werden – unter klaren und verlässlichen politischen Bedingungen.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Pflanzenzüchtung. Hier werden Sorten entwickelt, die mit weniger Betriebsmitteln auskommen, widerstandsfähiger gegenüber Stressfaktoren sind und stabile Erträge sichern. Tragfähige und bezahlbare Lösungen entstehen jedoch erst, wenn Züchtung, Forschung, landwirtschaftliche Praxis, Wissenstransfer, Digitalisierung und rechtliche Rahmenbedingungen wirkungsvoll miteinander verzahnt sind. Kohärente politische Entscheidungen zur Nutzung neuer Züchtungsmethoden, zum Schutz geistigen Eigentums oder zur Forschungsförderung wirken dabei systemübergreifend – und entscheiden mit darüber, ob Innovation in der Fläche ankommt.

Der BDP setzt sich auf politischer Ebene dafür ein, die Funktionsweise des Innovationssystems Pflanze zu verbessern. Dafür müssen der Beitrag der Pflanzenzüchtung und angrenzender Innovationsbereiche zur Lösung zentraler Zukunftsfragen sichtbarer gemacht und konstruktive Dialoge mit politischen Entscheidungsträgern gefördert werden.

Eine Leitstelle soll die Koordination und Steuerung eines Wirkungsnetzes rund um die Pflanze übernehmen. Sie führt alle relevanten Akteure – von Forschung und Landwirtschaft über Politik und Wirtschaft bis zur Zivilgesellschaft – zusammen, sorgt für klare Abstimmungsprozesse und fördert den Wissenstransfer. Die Leitstelle sorgt dafür, dass die notwendigen Prozesse angestoßen werden, um einen kohärenten Rechtsrahmen zu entwickeln, der Innovationen ermöglicht und zugleich ökologische, soziale und wirtschaftliche Anforderungen berücksichtigt.

Vor diesem Hintergrund bildet das Innovationssystem einen Schwerpunkt der politischen Kommunikation des BDP. Es muss verdeutlicht werden, welche strukturellen Voraussetzungen notwendig sind, damit Innovationen rund um die Pflanze – von der genetischen Ressource bis zum marktfähigen Produkt – auch künftig wirksam und gesellschaftlich nutzbar werden.

Für die neue Legislaturperiode liegt es nun an der Politik, die richtigen Weichen zu stellen – damit das Innovationssystem Pflanze sein Potenzial entfalten und einen verlässlichen Beitrag zur Ernährungssicherung, zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft und zur Erreichung gesellschaftlicher Ziele leisten kann.

Das KI-generierte Bild veranschaulicht die Vision eines zukunftsfähigen Innovationssystems Pflanze. Es zeigt, wie durch das koordinierte Zusammenwirken aller relevanten Akteure – von der Forschung über die Politik bis hin zur Praxis und Gesellschaft – resiliente und produktive Agrar- und Ernährungssysteme entstehen können. 

Im Zentrum des Bilds steht die Pflanze – als Symbol für Ernährungssicherung, Biodiversität und bioökonomischen Wandel. Um sie herum entfaltet sich ein Netzwerk, das die zentralen Elemente eines funktionierenden Innovationssystems sichtbar macht:

Links im Bild beginnt der Prozess mit der Forschung: Hier wird die Basis für klimaresiliente, ressourceneffiziente und ertragreiche Pflanzen gelegt. Diese vorwettbewerbliche Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung ist interdisziplinär und zunehmend datengetrieben; sie muss öffentlich gefördert werden.  

Daran schließen sich die Zuchtgärten der Pflanzenzüchtungsunternehmen an, die innovative Sorten bis zur Marktreife entwickeln. Ihr Erfolg hängt von verlässlichen rechtlichen Rahmenbedingungen wie z. B. einem starken Sortenschutz, dem Zugang zu pflanzengenetischen Ressourcen und einem breit anwendbaren Methodenspektrum ab. 

Rechts im Bild ist die landwirtschaftliche Erzeugung dargestellt – also die Umsetzung der Innovationen in der Praxis. Landwirte, Verarbeiter und der Lebensmitteleinzelhandel sorgen gemeinsam dafür, dass die hochwertigen Produkte Verbraucherinnen und Verbraucher erreichen.

Im oberen Bildbereich ist die Politik symbolisch durch die EU-Kommission und das Bundeskanzleramt vertreten. Sie verkörpern die Forderung nach einer Leitstelle für nachhaltige Pflanzeninnovation. Diese Leitstelle soll ressortübergreifend arbeiten und alle Akteure koordinieren.

Am Tisch sitzen Vertreterinnen und Vertreter aller relevanten Bereiche inklusive der Zivilgesellschaft, flankiert von Kindern als Symbol für die nachfolgenden Generationen. Sie stehen für die gesellschaftliche Mitverantwortung und für die Bedeutung pflanzlicher Vielfalt für eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

Die Darstellung macht deutlich: Ein starkes Innovationssystem Pflanze braucht mehr als nur einzelne Maßnahmen – es lebt vom ganzheitlichen Ansatz, der Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verbindet und systemisch denkt.

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