

Ukraine
Die deutschen Pflanzenzüchter und Pflanzenzüchterinnen sind solidarisch mit der Ukraine, die seit mehr als drei Jahren unter dem russischen Angriffskrieg leidet. Die deutsche Saatgutwirtschaft hält ihr Geschäft in dem osteuropäischen Land trotz aller Schwierigkeiten aufrecht. Der BDP ist im Kontakt mit seinem ukrainischen Partnerverband „Seed Association of Ukraine – SAU“ und bietet seine Unterstützung bei der Heranführung der Ukraine an das EU-Sorten- und Saatgutsystem an. Die EU hat der Ukraine den Status eines Beitrittskandidaten verliehen. Der Schwerpunkt der Bemühungen des BDP liegt auf der Gestaltung eines leistungsfähigen Sortenschutzes als zentrales Element für den Aufbau einer erfolgreichen Pflanzenzüchtung. Die ukrainische Saatgutwirtschaft hat viel Potenzial für eine starke Position im europäischen Saatgutmarkt.

Kasachstan
Auch Kasachstan ist ein interessanter Markt für die deutsche Saatgutwirtschaft. Der BDP hat im Dezember 2024 an einer Konferenz zur Entwicklung des Saatgutsektors in Astana teilgenommen. Im Anschluss wurden konkrete Vorschläge für die Aufnahme von Saatgutthemen in das BMEL-Projekt „Deutsch-Kasachischer Agrarpolitischer Dialog“ mit Blick auf Sortenschutz, geregelten Saatgutverkehr und Qualitätssicherung/ Rückverfolgbarkeit vorgelegt.

Russland
Aufgrund des von Russland begonnenen Kriegs und der daraus resultierenden politischen Spannungen ist das Geschäft in dem Land zurzeit außerordentlich schwierig. Der BDP hat sämtliche Kontakte zur russischen Regierung und Verwaltung sowie den Wirtschaftsverbänden abgebrochen. Es wird weiterhin versucht, den Mitgliedsunternehmen Informationen zu den relevanten Entwicklungen zur Verfügung zu stellen.

Indien
Der BDP hat im März 2024 erfolgreich ein BMEL-Projekt zur Entwicklung des indischen Saatgutsektors abgeschlossen. Die Aktivitäten richteten sich insbesondere auf die Gestaltung von fachgerechten Sortenprüfungen und den Aufbau eines geregelten Saatgutverkehrs. Mit Blick auf den indischen Sortenschutz sind Wünsche offengeblieben.

China
China ist gegenwärtig ein schwieriger Markt für die deutschen Saatgutunternehmen. Ausländische Mitbewerber müssen Joint Ventures mit chinesischen Partnern eingehen und sehen sich empfindlichen Beschränkungen bei der Vermarktung ihrer Produkte ausgesetzt. Auch der Schutz geistigen Eigentums wird als nicht ausreichend empfunden.
Der BDP versucht nach Kräften, sich auch im Ausland für die Belange der deutschen Pflanzenzüchter und Pflanzenzüchterinnen einzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Weiterentwicklung der internationalen Sorten- und Saatgutsysteme.
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