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Internationale Märkte 

Die hohe Qualität der deutschen Sorten und des deutschen Saatguts ist auch über die Grenzen der EU hinaus stark nachgefragt. Der wirtschaftliche Austausch mit Staaten außerhalb der Europäischen Union ist daher ein wichtiges Standbein für die Mitgliedsunternehmen des BDP.


Die internationalen Sorten- und Saatgutsysteme bilden eine unverzichtbare Grundlage für den Handel über nationale Grenzen hinweg. Auch in Zeiten zunehmender politischer Blockbildung und nationaler Alleingänge bekennt sich der BDP zu den Prinzipien des regelbasierten Handels, der im Saatgutbereich von folgenden Institutionen getragen wird: 

  • International Union for the Protection of New Varieties of Plants (UPOV): Sortenprüfung, -beschreibung und -schutz nach einheitlichen Regeln, einheitliche Prüfungsrichtlinien 
  • OECD-Saatgutsystem: Gewährleistung der Sortenidentität und der Sortenreinheit
  • International Seed Testing Association (ISTA): einheitliche Regeln zur Saatgutuntersuchung, Ringtests, um die Qualität der Labore zu sichern
  • International Plant Protection Convention (IPPC): einheitliche Regeln zum Schutz von Saatgut vor samenbürtigen Schaderregern

Im (nicht-europäischen) Ausland setzt sich der BDP in zahlreichen Zielländern für die Einführung und korrekte Anwendung der internationalen Systeme ein. Gleichzeitig müssen pragmatische Möglichkeiten für den Handel mit Ländern gefunden werden, die die internationalen Systeme (noch) nicht vollständig umsetzen.

Aktuelle Schwerpunktregionen

Am 16. Januar 2026 hat der BDP gemeinsam mit seinem ukrainischen Partnerverband Seed Association of Ukraine (SAU) im Rahmen des Global Forums for Food and Agriculture (GFFA) in Berlin einen Workshop zur Umsetzung des Sortenschutzes in der Ukraine durchgeführt. Der Workshop fand die Unterstützung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), des ukrainischen Ministeriums für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Euroseeds sowie der German Agribusiness Alliance und des französischen Unternehmens SICASOV. Die internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer führten eine lebhafte und konstruktive Diskussion über die unterschiedlichen Ansätze zur Durchsetzung des Sortenschutzes in Deutschland, Frankreich und der Ukraine. Der BDP steht für eine Fortsetzung der Diskussion zur Verfügung und unterstützt die SAU weiterhin. Ziel ist die praktische Durchsetzung des auf den Regeln der UPOV basierenden Sortenschutzes in der Ukraine. Die theoretischen Voraussetzungen liegen in der Ukraine vor, wie in dem Workshop herausgearbeitet werden konnte. Die Initiative des BDP ist in die EU-Ukraine Task Force des europäischen Dachverbands Euroseeds zur Integration des ukrainischen Saatgutsektors in den gemeinsamen Binnenmarkt eingebettet. 

Mit Blick auf Kasachstan ist der BDP im Dialog mit dem BMLEH-Projekt „Deutsch-kasachischer Agrarpolitischer Dialog“, um Kasachstan näher an die internationalen Sorten- und Saatgutsysteme heranzuführen. In diesem Sinne wurde im Rahmen des GFFA im Januar 2026 in Berlin ein Gespräch mit der kasachischen Ministerdelegation geführt. Von kasachischer Seite scheint ein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Deutschland zu bestehen. Die Kooperation soll im Lauf des Jahres 2026 vertieft werden. 

Mit Blick auf die landwirtschaftlichen Entwicklungspotenziale vieler afrikanischer Regionen wird die AG Internationale Märkte prüfen, ob ein tragfähiges Konzept für eine Zusammenarbeit des BDP mit afrikanischen Partnern entwickelt werden kann. 

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