Die Anbaufläche von Silomais fällt unter 2 Mio. ha, die deutsche Vermehrungsfläche für Saatmais erholt sich leicht. Öko-Maissaatgut bleibt auf konstantem Niveau.

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Maisfläche 2025 um 3,8 % auf insgesamt 2.451.600 ha. Davon waren 1,962 Mio. ha als Silomais zur Futter- oder Biogaserzeugung ausgewiesen, was einen Rückgang um 4,2 % bedeutet. Der Anbau von Körnermais nahm um 1,9 % auf 0,488 Mio. ha ab. Mit einer Fläche von 94.659 ha verringerte sich auch der Anbau von Zweitfruchtmais um 13 %.

Neue Maissorten

Das Bundessortenamt hat im Frühjahr 2026 neunzehn neue Maissorten für Deutschland zugelassen und beschrieben, davon sechs für die Verwertung von Silomais in der Fütterung und zur Biogaserzeugung, fünf für die Nutzung als Körnermais und weitere acht in der Kombination aller Verwertungsformen.

Der Maisanbau und die Maiszüchtung in Deutschland bewegen sich im Spannungsfeld politischer Erwartungen und agronomischer Realität – zugleich zeigt die Kulturpflanze Mais eindrucksvoll, wie leistungsfähig und innovationsstark die Pflanzenzüchtung ist."


Dr. Christoph Niederhut-Bollmann, Vorsitzender der BDP-Abteilung Mais und Sorghum

Saatmais leicht rückläufig

Die zur Feldbesichtigung gemeldete und mit Erfolg besichtigte Vermehrungsfläche für Saatmais erholte sich gegenüber dem Vorjahr leicht und lag 2025 bei 3.682 ha (2024: 3.539 ha). Insgesamt wurden rund 66 Sorten, Stämme und Vorstufen vermehrt.

Öko-Maissaatgut

Die jährliche Umfrage unter den führenden Anbietern von Maissaatgut für den ökologischen Anbau ergab für 2025 einen Absatz von knapp 98.000 Einheiten; er liegt somit auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Jahr 2026 wird in diesem Segment von einer stabilen Anbaufläche ausgegangen. In den vergangenen Jahren hat sich der Absatz von Maissaatgut für den ökologischen Anbau stabil auf einem Niveau von 96.000 bis 102.000 Einheiten gehalten.

Sorghum

Die Anbaufläche von Sorghum lag 2025 bei rund 11.850 ha. Damit wächst Sorghum auf knapp 0,12 % der Ackerfläche in Deutschland. Der zukünftige Sorghumanbau in Deutschland lässt sich nur schwer prognostizieren. In erster Linie ist die wirtschaftliche Verwertung für die weitere Anbauentwicklung entscheidend. Zudem sind die nördlichen Bundesländer weiterhin auf kältetolerante Sorten angewiesen, um die Kultur sicher anbauen zu können.

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