Der Saatguthandel in Deutschland und international steht für die Saison 2025/26 vor vielfältigen Herausforderungen und Chancen. Klimatische Schwankungen, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen prägen das Marktgeschehen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach resilienten, ertragsstarken sowie ressourceneffizienten Pflanzensorten.

Die aktuelle Ernte zeigt erneut deutliche regionale Unterschiede: Während einige Gebiete stabile Erträge verzeichnen, sorgen in anderen Regionen extreme Wetterlagen wie Trockenheit oder Starkregen für Engpässe. Diese heterogene Erntelage beeinflusst die Saatgutverfügbarkeit und die Preisentwicklung erheblich.

Der globale Saatgutmarkt wächst weiterhin, und insbesondere klimaresistente Sorten sind stark nachgefragt. Engpässe in bestimmten Segmenten, wie Grassamen oder Raps, können zu Preissteigerungen führen. Gleichzeitig wirken logistische Herausforderungen und geopolitische Spannungen auf den Handel ein.

Nur ein starkes, nachhaltiges Saatgutsystem garantiert stabile Versorgung."

                                               
Christopher Rudloff, Mitglied im BDP-Vorstand und Vorsitzender der BDP-Abteilung Handel

                                       

Die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bleibt ein zentrales Thema. Handelsunternehmen und Verbände wie der BDP sehen Anpassungsbedarf, um den Saatguthandel zukunftssicher zu gestalten. Gesetzliche Änderungen, insbesondere im Saatgutrecht und im Bereich neuer Züchtungsmethoden, könnten Innovationen erleichtern und die Einführung widerstandsfähiger Sorten fördern.

Die Nachfrage nach resillienten, ertragsstarken sowie ressourceneffizienten Saatgutsorten steigt kontinuierlich. Neue Züchtungen, die den Anforderungen des Klimawandels gerecht werden, spielen eine entscheidende Rolle für stabile Erträge. Der BDP betont die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft, um langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln. Gesetzliche Änderungen im Saatgutrecht und die rechtliche Beratung der Mitgliedsunternehmen bilden auch in 2025/26 einen Schwerpunkt der Abteilungsarbeit.

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