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Sorten und Saatgut gehören auf die Agenda der Münchner Sicherheitskonferenz
Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026 brachte Staats- und Regierungschefs sowie internationale Entscheidungsträger zusammen, um über die großen sicherheitspolitischen Herausforderungen einer zunehmend instabilen Welt zu beraten. Im Mittelpunkt standen brüchige Allianzen, geopolitische Spannungen und die Frage, wie strategische Ressourcen künftig gesichert werden können.
Auch jenseits klassischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik gewinnt diese Perspektive an Bedeutung. Denn in einer Zeit wachsender geopolitischer Unsicherheiten rücken grundlegende Ressourcen stärker in den Fokus – darunter auch landwirtschaftliche Produktionsgrundlagen. Sorten und Saatgut entwickeln sich damit zunehmend zu einer strategischen Ressource, deren Verfügbarkeit und Innovationskraft entscheidend für Ernährungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und die Zukunft der Landwirtschaft sind.
Der BDP konnte zu diesem Thema am Eröffnungstag der Münchner Sicherheitskonferenz zwei Standpunkte seiner Vorsitzenden Stephanie Franck in agrarpolitischen Fachportalen (Tagesspiegel Background und Table.Media) platzieren.
Die größte Sicherheit liegt darin, dass die Krise ausbleibt
Zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz lohnt der Blick auf jene sicherheitsrelevanten Faktoren, die nicht Teil akuter Krisenreaktion sind, sondern langfristige Vorsorge erfordern. Sicherheit beschreibt dabei nicht mehr allein die Abwehr eines klar erkennbaren Gegners. Sie umfasst zunehmend die Fähigkeit, Gesellschaften und Volkswirtschaften unter Bedingungen dauerhafter Unsicherheit handlungsfähig zu halten: Risiken früh zu erkennen, Abhängigkeiten zu begrenzen und Systeme so weiterzuentwickeln, dass sie unter Stress nicht kollabieren.
Unter diesem Blickwinkel gehören Sorten und Saatgut zu den sicherheitsrelevanten, bislang jedoch politisch kaum eingeordneten Ressourcen. Ihre Bedeutung liegt vor allem darin, dass sie landwirtschaftliche Anpassungsfähigkeit ermöglichen. Diese Anpassungsfähigkeit entscheidet darüber, ob Agrar- und Ernährungssysteme unter Klimastress, zunehmendem Schädlingsdruck und geopolitischer Volatilität funktionsfähig bleiben.
Die meisten politischen Entscheidungen werden in kurzen Zyklen getroffen – entlang von Legislaturperioden, Haushaltsjahren und aktuellen Prioritäten. Pflanzenzüchtung folgt dagegen langen Entwicklungsprozessen. Bis zur marktreifen Sorte vergehen häufig zehn Jahre oder mehr. Politische Rahmenbedingungen wirken in diesem Zeitraum unmittelbar auf Investitionen und Forschungsrichtungen. Zähe Regulierung, kurzatmige Förderprogramme oder unausgewogene Schutzrechtsregelungen schränken die Vielfalt züchterischer Lösungsansätze ein. Sicherheitspolitisch bedeutet das: Politische Rahmenbedingungen legen heute fest, wie groß die Anpassungsspielräume der Zukunft sind.
Den gesamten Artikel können Sie bei Tagesspiegel Background lesen – siehe Link im Kasten.

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