Die Maisanbaufläche hat sich 2024 erholt und stieg leicht an. Gleichzeitig wurde ein erneuter Rückgang der deutschen Vermehrungsfläche für Saatmais beobachtet. Der Absatz von Maissaatgut für den ökologischen Anbau hat sich in den letzten Jahren auf einem stabilen Niveau eingependelt.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Maisfläche 2024 um 3,3 % auf insgesamt 2.547.100 ha. Davon waren 2,048 Mio. ha als Silomais zur Futter- oder Biogaserzeugung ausgewiesen, was einen Anstieg um 2,4 % bedeutet. Der Anbau von Körnermais wuchs um 6,8 % auf 0,498 Mio. ha. Mit einer Fläche von 109.000 ha (140.000 ha in 2023) nahm der Anbau von Zweitfruchtmais deutlich ab.
Neue Maissorten
Das Bundessortenamt hat im Frühjahr 2025 zwanzig neue Maissorten für Deutschland zugelassen und beschrieben, davon 9 für die Verwertung von Silomais in der Fütterung und zur Biogaserzeugung, weitere 2 für die Nutzung als Körnermais und ebenfalls 9 in der Kombination aller Verwertungsformen. Sorghumsorten standen nicht zur Zulassung an.
Mais und Sorghum als Sommerungen und C4-Pflanzen sind wichtige Bestandteile für eine zukunftsfähige und nachhaltige Fruchtfolge. Wir sehen es kritisch, dass der Anbau von Mais und seine Verwertung immer mehr politisch reglementiert werden.
Dr. Christoph Niederhut-Bollmann, Vorsitzender der BDP-Abteilung Mais und Sorghum
Die Vermehrungsfläche für Saatmais ging 2024 erneut leicht zurück..
Saatmais leicht rückläufig
Die zur Feldbesichtigung gemeldete Vermehrungsfläche für Saatmais lag 2024 mit 3.539 ha im zweiten Jahr unter dem Niveau des Vorjahres (3.966 ha in 2022; 3.844 ha in 2023). Insgesamt wurden rund 61 Sorten, Stämme und Vorstufen vermehrt.

Öko-Maissaatgut
Die jährliche Umfrage unter den führenden Anbietern von Maissaatgut für den ökologischen Anbau ergab für 2024 einen Absatz von knapp 98.000 Einheiten. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang um fast 5 %. Für das Jahr 2025 erwarten die Unternehmen in diesem Segment eine Erholung. In den letzten 5 Jahren hat sich der Absatz von Maissaatgut für den ökologischen Anbau auf dem Niveau zwischen 96.000 bis 102.000 Einheiten eingependelt.
Sorghum
Die Anbaufläche von Sorghum lag 2024 bei rund 11.500 ha. Der zukünftige Sorghumanbau in Deutschland lässt sich nur schwer prognostizieren. In erster Linie ist die wirtschaftliche Verwertung für die weitere Anbauentwicklung entscheidend. Zudem sind die nördlichen Bundesländer auf kältetolerante Sorten angewiesen, um einen sicheren Anbau der Kultur zu gewährleisten.
Nächste Seite

