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Neue Allianz stärkt evidenzbasierte Entscheidungen in Brüssel

Europäische Wissenschaftsallianz für Landwirtschaft und Ernährung gegründet
Fünf führende europäische Forschungsinstitute aus den Bereichen Agrar-, Ernährungs- und Lebenswissenschaften haben die European Science Alliance for Agriculture and Food (ESAAF) ins Leben gerufen. Dieser neue Zusammenschluss soll die Transformation hin zu einem nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und resilienten Agrar- und Ernährungssystem in Europa wissenschaftlich begleiten. Aus Deutschland beteiligt ist das Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. 

Ziel von ESAAF ist es, fundierte wissenschaftliche Expertise, unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten, in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. Die Allianz versteht sich als Brücke zwischen Forschung und Politik auf EU-Ebene. Damit schließt sie eine Lücke: Bisher fehlte ein koordinierter Zugang zur europäischen Agrarforschung. 

Eine starke wissenschaftliche Allianz

Die Gründungsmitglieder von ESAAF bilden eine geografisch breit aufgestellte und wissenschaftlich hochkarätige Koalition:

​1

Aarhus University (AU) – Dänemark

2

Julius Kühn-Institut (JKI) – Deutschland

3

INRAE (Nationales Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt) – Frankreich

4

Wageningen University & Research (WUR) – Niederlande

5

Warsaw University of Life Sciences (WULS) – Polen

Gemeinsam bündeln sie jahrzehntelange Expertise, Innovationskraft und anwendungsorientiertes Wissen – eine wertvolle Ressource für politische Entscheidungsprozesse in Brüssel. 

Die Allianz ist offen für weitere Forschungseinrichtungen mit agrar- und ernährungswissenschaftlichem Profil.

Prof. Dr. Frank Ordon, Präsident des JKI, betont in der Pressemeldung des JKI vom 09.05.2025: 

„Mit der ESAAF entsteht eine wissenschaftliche Allianz, die exzellente Forschungseinrichtungen Europas strategisch zusammenführt, um evidenzbasierte Grundlagen für die Weiterentwicklung der europäischen Agrar- und Ernährungssysteme bereitzustellen. Das Julius Kühn-Institut freut sich sehr hier Gründungsmitglied zu sein und seine wissenschaftliche Kompetenz in dieses Netzwerk einbringen und entsprechende Transformationsprozesse voranbringen zu können.“

Kernaufgaben von ESAAF:

  • Wissenschaftliche Politikberatung mit aktuellem Forschungswissen
  • Koordination europäischer Forschungsaktivitäten im Agrar- und Ernährungsbereich
  • Förderung von Synergien in bestehenden Netzwerken und Vermeidung von Doppelstrukturen
  • Initiierung neuer Forschungsinitiativen zu europäischen Herausforderungen

Mit ESAAF entsteht ein neues wissenschaftliches Sprachrohr, das die EU-Politik in agrar- und ernährungsrelevanten Fragen faktenbasiert unterstützen wird. Nur im engen Schulterschluss zwischen Wissenschaft sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern lässt sich der notwendige Umbau des Sektors erfolgreich gestalten. 

Nicole Ickstadt

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